Mittwoch, 2. März 2005

Beweisstück D

In englischen Blogs wird natürlich über das Wetter geredet.

Schönstes Fundstück: Der Moskauer Bürgermeister will Metereologen künftig standrechtlich erschießen lassen mit Bußgeld belegen, wenn sie schon wieder danebenliegen.
Für den Wahrheitsgehalt der Story verbürge ich mich nicht.

Mehr selbstreflexiver Mist

Mein Horoskop behauptet, ich wäre schwanger.

Muss noch zum Ultraschall, aber ich glaube, es ist ein Blog!

Man kann bestimmt schon die Füße erkennen.

Novelle des Medienkonzernschutzes

Nochmal die Süddeutsche: Stefan Krempl guckt recht gründlich in den zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle, aber was er zu Tage fördert, lässt den Leser am Verstand der Justizministerin zweifeln:

Die Ministerin zählt dazu etwa das Herunterladen der Kopie eines Films per Filesharing vor dem Kinostart. Darauf sollen künftig bis zu drei Jahre Haft stehen.

Au weia!

Gleichzeitig will Zypries aber Downloads aus Tauschbörsen in geringem Umfang für private Zwecke straffrei halten und eine „Bagatellgrenze“ einführen.

Ach so, na dann...

Ein Auge zudrücken könnte man bei Dateizahlen „im einstelligen Bereich“, erläuterte die Ministerin jüngst diese Schmerzgrenze, ohne jedoch eine zeitliche Bezugsgröße anzugeben.

Na eben. Lasst es einfach Vater Staat willkürlich im Einzelfall entscheiden.

Unterdessen geißelt Prantl im Medienteil die komplette Absurdität, dass die Urheberrechtsabgaben auf Kopiergerätschaften gesenkt werden sollen. Diese Abgaben gehen nämlich (relativ) direkt an die Urheber, nicht an die Industrie. Und die Urheber interessiert beim zähen Tauziehen ums Urheberrecht nun wirklich keine Sau.

Frühstücksepiphanie

Im Süddeutsche-Feuilleton der Augenzeugenbericht (das ist fast wie ein Blog) einer 49jährigen Irakerin aus einer Welt, in der abgebombte Arme auf den Balkonen von Freundinnen landen und ohne Schleier rauszugehen ebenso lebensgefährlich ist wie sich einem Panzer auf 100m zu nähern.

Gleich darunter bespricht Lieblingsfilmkritiker Fritz Göttler den neuen Murnberger/Hader "Silentium" und zitiert den großen Chandler:
"Es ist nicht komisch“, schrieb Chandler, „wenn ein Mensch umgebracht wird, aber es ist manchmal komisch, wenn er für so wenig umgebracht wird und dass sein Tod die Münze dessen sein soll, was wir Zivilisation nennen.“
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Neuronale Emergenzen

Ich will Teil einer Medienrevolution sein

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